Selbstverteidigung mit Hand und Fuß

Philosophie:
"Tae" steht für die Beinarbeit mit Springen, Schlagen und Stoßen. "Kwon" dagegen bezieht sich auf die Faust und steht für alle Bewegungen der Arme und Hände, z.B. Schläge oder Stöße. "Do" steht für den Weg und umfasst nicht nur den sportlichen Weg bis zur Perfektion, sondern Entwicklung in allen Bereichen des Lebens. Gemeint ist die Einheit von Körper und Geist mit den Säulen Bescheidenheit, Großzügigkeit und sozialem Denken.

Geschichte:
Die Wurzeln des Taekwondo reichen 2000 Jahre zurück und führen nach Korea: Hier entstand im Laufe der Zeit eine Form der waffenlosen Selbstverteidigung. Im Zuge der japanischen Besatzung (1909 bis 1945) wurde Taekwondo mit Elementen japanischer Kampfkunst vermischt. Unter der Leitung des Generals Choi Hong Hi entwickelten die Kampfkunst-Meister Süd-Koreas 1950 schließlich die Kampfsportart Taekwondo, wie wir sie heute kennen. Mit der Gründung der World Taekwondo Federation (WTF) im Jahre 1973 wurde Taekwondo schließlich zum internationalen Wettkampfsport und ist seit 2000 eine olympische Disziplin.

So geht's:
Eine besondere Rolle spielen beim Taekwondo die Fußtechniken, die sich bei erfahrenen Kämpfern durch die außergewöhnliche Biegsamkeit und eine fast explosionsartige Kraftentfaltung auszeichnen. Jahrelanges Üben und Anwenden der verschiedenen Techniken zahlen sich in vielerlei Hinsicht aus: Der Körper profitiert, weil Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit trainiert werden. Gleichzeitig werden geistige Fähigkeiten wie Konzentrations- und Reaktionsvermögen verbessert. Und nicht zuletzt kann Taekwondo dabei helfen, Stress ab- und das Selbstbewusstsein aufzubauen.

Text erstellt von Jörg Dreier